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Sektion München bei der Luftwaffenübung ELITE 2010

Bericht von www.luftwaffe.de

Link: Artikel auf luftwaffe.de

ELITE 2010 interessiert den Freundeskreis Luftwaffe

Fürstenfeldbruck, 28.07.2010.
Der Freundeskreis Luftwaffe e.V. -Sektion München- informierte sich am 01. Juli 2010 in der OHG Fürstenfeldbruck über die internationale Übung ELITE 2010. Viele interessierte Fragen durfte der Vortragende, Oberstleutnant i.G. Justus Kruse, dem Auditorium des Freundeskreis Luftwaffe e.V.beantworten.

Insgesamt 15 Nationen nahmen vom 17. Juni bis 1. Juli 2010 mit eigenen Waffensystemen auf dem Truppenübungsplatz Heuberg an der komplexen Übung des elektronischen Kampfes teil, weitere acht Nationen entsandten Beobachter.

Das Fachpublikum stellte interessierte und durchaus auch kritische Fragen Fachpublikum stellte interessierte und kritische Fragen (Quelle: Luftwaffe/Andreas Jensvold)Größere Abbildung anzeigen

Oberstleutnant i.G. Justus Kruse, Dezernatsleiter A 3 Führungs- und Einsatzgrundlagen beim Kommando 1. Luftwaffendivision (Kdo. 1. LwDiv), konnte in seinem Vortrag den knapp 40 Gästen insbesondere den hohen Erkenntnisgewinn für die Luftwaffe als Ausrichter der Übung verdeutlichen. Schließlich stelle ELITE einen Höhepunkt der Einsatzausbildung des Führungs- und Funktionspersonals der Flugabwehrkräfte, des Einsatzführungsdienstes und der fliegenden Besatzungen dar. Gleichzeitig werde durch den streitkräftegemeinsamen und internationalen Ansatz die Durchführung von Joint und Combined Operations (teilstreitkräftegemeinsame und multinationale Operationen) trainiert und verbessert.

Oberstleutant i.G. Justus Kruse unterrichtete den Freundeskreis Luftwaffe über ELITE 2010Oberstleutant i.G. Justus Kruse unterrichtete den Freundeskr ... (Quelle: Luftwaffe/Andreas Jensvold)Größere Abbildung anzeigen

Mehr als 30 Soldaten waren im Kdo 1. LwDivein Jahr damit beschäftigt, den hohen Planungsaufwand umzusetzen. Auf die interessierten Fragen des Fachautitoriums antwortete deshalb neben Oberstleutnant i.G. Kruse auch der Chef des Stabes, Obersti.G. Hans Zschippig, höchst persönlich. So wollten die Mitglieder des Freundeskreises zum Beispiel wissen, wie gefährlich im Vergleich der beteiligten Waffensysteme noch immer die Fliegerfaust STINGER ist und ob unter den geänderten geopolitischen Rahmenbedingungen eine solche Übung überhaupt noch sinnvoll sei. Auch die Einbindung der wehrtechnischen Industrie, die Nutzung passiver Sensoren oder auch die multinationale Übungsauswertung (Debriefing) mittels acht dislozierter Video-Telekonferenzanlagen auf dem Heuberg und in den beteiligten fliegenden Verbänden warfen interessierte Fragen auf.

Der Vorsitzende der Sektion München, Hein Gerrits, faltet sein Modellflieger-Gastgeschenk für den Vortragenden, Oberstlt i.G. Justus Kruse.Modellflieger-Gastgeschenk (Quelle: Luftwaffe/Andreas Jensvold)Größere Abbildung anzeigen

„Bei aller Systemrelevanz auch für heutige Einsatzszenarios, beispielsweise die Gefährdung von Drehflüglern oder Transall-Transportmaschinen beim Landeanflug in den Einsatzgebieten, bietet ELITE vor allem für den Menschen einen hohen Erfahrungsgewinn", unterstrich Kruse. Ein nicht zu verkennender Übungseffekt sei, dass der jeweilige Waffensystembediener lerne, Vertrauen in sein Waffensystem, aber bei all den verschiedenen elektronischen Abwehrmaßnahmen auch das notwendige Misstrauen zu entwickeln. „ELITE bietet die international einmalige Chance, den elektronischen Kampf zu üben und eigene Fehler in der Bedienung unter realistischen Einsatzbedingungen zu erkennen", resümierte Oberstleutnant i.G.Kruse. Insgesamt 63 Luftfahrzeuge wurden im Rahmen der Übung mit mehr als 700 Flugbewegungen eingesetzt. Zahlen, die bei den anwesenden Mitgliedern des Freundeskreises Luftwaffe für sichtliches Erstaunen sorgten.