![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||
(Suche mit 'Enter' bestätigen) |
Sektion Dresden: Friedrichshafen und Fürstenfeldbruck - Luftfahrtstandorte mit großer GeschichteFriedrichshafen und Fürstenfeldbruck: Luftfahrtstandorte mit großer Geschichte
Urlaub und Fliegerhobby miteinander verbinden, wer möchte dies nicht? Genau das war uns während des Urlaubes am Bodensee gelungen! Unser Gastwirt, wissend um unser Hobby, hatte schon die Zeitungsnotiz für den 27. August 2011 in Friedrichshafen bereitgelegt: Do-Days aus Anlass des 80. Jahrestages der Landung des Flugschiffes Do X am 27. August 1931 in New York an der Spitze Manhattans. Und das (neue) Dornier Museum präsentierte einiges: Die Ausstellung stand ganz im Fokus dieses Ereignisses. Die Ausstellung dokumentiert eindrücklich die Unterschiede des Reisens für Passagiere und der Besatzung sowie der eingesetzten Flugtechnik. Claude Dornier war ein begnadeter Konstrukteur und Visionär nicht nur von Wasserflugzeugen. Die Angebotspalette war umfangreich: neben den klassischen waren solche innovativen Exponate wie die Do 29 (schwenkbarer Antrieb für STOL-Eigenschaften), die Do 31 (einsatzbereiter senkrechtstartender Truppentransporter), Aufklärungsdrohne, Spacelab Modul u.a zu bestaunen. Natürlich fehlte auch nicht die legendäre Do 27, mit der auch Rundflüge möglich waren. Auch unsere Luftwaffe war mit einer Transall C-160 präsent. Ein intensives Gespräch mit dem Flugzeugführer dieser Maschine, der auch in Afghanistan Einsätze fliegt, brachte viele neue Erkenntnisse bei diesen nicht ungefährlichen Missionen. Aber der absolute Höhepunkt sollte der angekündigte dreimalige Überflug des Airbus A-380 in 100 m Höhe über der Landebahn sein. Und sie kam auf die Minute genau und absolvierte majestätisch ihre Flugmanöver! Übrigens ist das Dornier-Museum immer eine (Besuchs) Reise wert!
Eine Woche später, vom 2.9.-4.9.2011, fand das offizielle FkLw-Besuchsprogramm der Dresdener Sektion in Fürstenfeldbruck und Oberschleißheim statt. Bestens vorbereitet, betreut und durchgeführt von unseren Münchener Kollegen Heinz Gerrits und Peter Aigner bezogen wir auf dem Fliegerhorst Quartier. Der Fliegerhorst, leider auch eine ungewisse Zukunft vor sich liegend, hat eine große Tradition: erste Flugbewegungen auf dem Gelände der „Hasenheide" in den dreißiger Jahre, Indienststellung der vierten Luftkriegsschule im Jahr 1937, ab 1945 bis 1957 Heimathafen der 36th Fighter Wing des ersten Verbandes der USAF mit Düsenflugzeugen und ab 1955 mit dem Beitritt der BRD zur NATO schrittweiser Aufbau einer Flugzeugführerschule (FFS) „B" der Luftwaffe. Neben den umfangreichen fliegerischen Exponaten, wie Tornado, Phantom, F-84, RF-84, F-104, Piaggio, FlaRak's u.a. fällt bei einem Rundgang die architektonische Besonderheit, der 998 m lange „Kilometerbau", auf. Der eigentliche Höhepunkt war aber der Vortrag von Oberstleutnant a.D. Anton G. Siebel, erster Vorsitzender des Fördervereines Luftaufklärung, zum Thema „Luftaufklärung - von der Brieftaube bis zur digitalen Bildauswertung". Dazu trafen wir uns in den Räumen der ersten vom Bundesministerium der Verteidigung 1982 offiziell genehmigten Lehr- und Studiensammlung. Der fachlich fundierte und durch Insiderwissen angereicherte Vortag vermittelt uns einen guten Einblick in die solche Themen wie Fotografie, Aufklärungssensorik, Luftbildauswertung und auch Kartografie. Der anschließende Rundgang zeigte einen wahren Schatz an dokumentierter und ausgestellter Technik aus Jahrzehnten militärischer Luftaufklärung, von den Anfängen im Jahr 549 in China bis in die Neuzeit. Das gemeinsame Abendesssen im Unteroffizierscasino diente nicht nur einer ersten Auswertung des Erlebten sondern man kam sich auch privat näher. Der Abschluss des Wochenendausfluges nach Fürsty stellte sonntags der geführte Ausflug in das „Deutsche Museum-Flugwerft Schleißheim" dar. Nach einer historischen Einführung zum Flugplatz Oberschleißheim durch Heinz Gerrits wurden anschließend schwerpunktmäßig auf besondere Exponate der Ausstellung hingewiesen. Aus der umfangreichen Sammlung möchte ich besonders solche Exponate wie die nunmehr fertig gestellte Heinkel He 111 aus spanischer Lizenzproduktion, die Do 31, VJ 101, der Nurflügler-Segler Horten IV, die ägyptische HA 300, die indische HAL HF-24 „Marut", die X-31, eine ex-NVA MiG 23 BN des JGB 37 aus Drewitz hervorheben. Ein gemeinsames (Abschieds-) Mittagessen beendete das informative Programm und zeigte auch, dass sich Gleichgesinnte aus Ost und West sich nicht nur auf (Flieger-) Gebiet viel zu erzählen haben.
alle Bilder gibt es hier: http://bildarchiv.freundeskreis-luftwaffe.de/thumbnails.php?album=58
Rainer Appelt Leiter Sektion Dresden FkLw
|
|||||||||||||||||||