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Luftbrücke in Berlin

Blumengedenken an Luftbrückenpiloten

Am 25. Juli 2008 haben Vertreter des Freundeskreises Luftwaffe und des Arbeitskreises Luft- und Raumfahrt im Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V. ein Blumengebinde an einer Gedenktafel für zwei verunglückte amerikanische Luftbrückenpiloten niedergelegt. Die Gedenktafel befindet sich in der Handjerystraße 2 in Berlin-Friedenau und erinnert an die ersten beiden Todesopfer der Luftbrücke in Berlin.

Genau vor 60 Jahren, am 25. Juli 1948, stürzte ein amerikanisches Transportflugzeug vom Typ C 47 (von den Berlinern "Rosinenbomber" genannt), beim Landeanflug auf den Flughafen Tempelhof in den Dachstuhl eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Das Flugzeug war mit Mehl für die Bevölkerung der blockierten westlichen Zonen Berlins beladen. Nach Augenzeugenberichten war die C 47 in niedriger Höhe mit einem anderen Flugzeug kollidiert. Die beiden Besatzungsmitglieder Lt. Charles H. King aus Britton, South Dakota, und 1st Lt. Robert W. Stuber aus Arlington, Kalifornien, waren sofort tot. Von den Bewohnern des Wohnhauses kam niemand zu Schaden.

Da es sich um die ersten Opfer der Luftbrücke handelte nahm die Berliner Bevölkerung großen Anteil an dem Tod der beiden Piloten. Kurze Zeit nach dem Unglück wurde eine provisorische Gedenktafel an einem Straßenbaum an der Unglücksstelle befestigt. Während der Blockade wurde die Bevölkerung der Westsektoren Berlins von Juni 1948 bis Mai 1949 insgesamt 11 Monate lang aus der Luft versorgt.

Auf mehr als 270.000 Flügen wurden über 2,3 Mio. Tonnen Güter in die Stadt befördert. Insgesamt kamen während der Luftbrücke 41 britische und 31 amerikanische Piloten sowie acht deutsche Helfer ums Leben.

Neben dem Luftbrückendenkmal am Flughafen Tempelhof hält die heutige Gedenktafel in der Handjerystraße die Erinnerung an das technische und organisatorische Meisterstück der Berliner Luftbrücke wach, in der aus ehemaligen Feinden Freunde wurden.

Ralf Karasch