


Die größte Luftwaffenübung Europas
Freundeskreis Luftwaffe zu Gast bei der größten Luftwaffenübung Europas
Aus ganz Deutschland reisten am 08.07.2008 insgesamt 107 Besucher aus dem Freundeskreis Luftwaffe e.V. nach Messstetten, um einen Tag lang die Luftwaffenübung ELITE (Electronic Warfare Live Training Exercise) zu verfolgen. In der Zolleralb-Kaserne Messstetten begrüßte Oberst Achim Rützel als Exercise Director die Teilnehmer und gab einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung. Der leitende Projektoffizier der Übung, Oberstleutnant Martin Fuhrmann, stellte anschließend in einem anschaulichen und informativen Vortrag Verfahrensweise und Ziele der Übung dar: In diesem Jahr nehmen verschiedene Luftangriffs-, Luftverteidigungs- und Lufttransport-systeme sowie Komponenten zur elektronischen Signalaufklärung (SIGINT) und Störsysteme (JAMMER) aus Deutschland und 17 Gastnationen teil. Die NATO unterstützt darüber hinaus mit E-3 AWACS. Weitere neun Staaten stellen Beobachter.
Insgesamt sind bei ELITE eingesetzt:
• 1.500 Soldaten auf den beteiligten Fliegerhorsten
• 17 verschiedene bodengebundene Systeme
• 42 Strahlflugzeuge
• 10 Hubschrauber
• 14 Transport- und Unterstützungsflugzeuge
• und knapp 1.700 Soldaten auf dem Truppenübungsplatz HEUBERG.
Nach diesen Ausführungen erklärte Oberstleutnant Udo Fenske in seiner Funktion als Kopf des Joint Analyses Team (JAT) die Arbeitsweise dieser Auswertezelle:
Das JAT besteht aus nationalen und internationalen EK-Experten und sammelt sämtliche Informationen und Daten zu EK-relevanten Ereignissen. In kürzester Zeit und mittels modernster Computertechnik werden die Daten von Experten abgeglichen, ausgewertet und visualisiert. Anschließend werden die Ergebnisse den nationalen und internationalen Vertretern zur weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt, um ein Erreichen der Übungsziele zu gewährleisten. Hauptaufgabe im JAT ist das DEBRIEFING aller Missionen (dargestellt als sog. SLOTs) während der zweiwöchigen Übung. Über eine entsprechende Darstellung lässt sich so jeweils für den individuellen SLOT die gesamte Luft- und Erdlage betrachten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Truppenküche wurden die Teilnehmer in drei Bussen der Bundeswehr auf die Schießbahn 10 auf dem Truppenübungsplatz HEUBERG verlegt. Hier wurde den Besuchern unter anderem der Sinn und Zweck des "Surface-to-Air-Missile-Operation-Centre" (SAMOC) näher gebracht. Umso gespannter waren alle Teilnehmer nach diesen umfangreichen und hoch interessanten theoretischen Ausführungen auf den fliegerischen Teil der Übung. Leider spielte das Wetter nicht mit und nur wenige Kampfflieger zeigten sich den erwartungsvollen Luftfahrtbegeisterten. Dies wurde naturgemäß von allen Teilnehmern sehr bedauert, waren sie doch vor allem wegen der Flugvorführungen aus ganz Deutschland angereist.
Nach der Rückkehr in die Zolleralb-Kaserne bedankten sich Mitglieder des Vorstandes Freundeskreis Luftwaffe e.V. bei dem Projektoffizier Besucherorganisation, Oberstleutnant Friedrich Wedemayer M.A., für die freundliche und engagierte Betreuung während der Veranstaltung durch Übergabe eines Flugzeugmodells mit dem Schriftzug "Freundeskreis Luftwaffe e.V.".
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| Text: Gerd Wiemann, Bilder: Bundeswehr |
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