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Geschichte der Luftaufklärung

Die Sektion München des Freundeskreis Luftwaffe besuchte die Lehr- und Studien-
sammlung "Geschichte der Luftaufklärung"im Ausbildungszentrum für Abbildende
Aufklärung der Luftwaffe. (AZAALw)/ Fliegerhorst Fürstenfeldbruck.



Der Leiter des AZAALw, Maj Schock, begrüßte am 8.11.2007 über vierzig Mitglieder der Sektion
München in den erweiterten Räumen der wohl einzigartigen und einmaligen Lehr- und Studien-
sammlung zur Geschichte der Luftaufklärung.
Militärischer Leiter dieser Sammlung ist Hpm Braig. Aber auch ehemalige Militärs wie OTL a.D.
Hubertus Modrow , Vorsitzender des Fördervereins Luftaufklärung und ehemaliger Chef des
AZAALw , und OSFw a.D. Karlheinz Knapp sichern ehrenamtlich den so wichtigen Fortbestand
und führten die Besucher auch an diesem Abend durch das "Luftbildmuseum".

Die erste vom BMVg für die Luftwaffe genehmigte Lehr - und Studiensammlung besteht seit 1982
und ist nach historischer und systembezogener Entwicklung und Nutzung von Sensortechnik, Bild-
bearbeitungstechnik, Taktischer und Strategischer Luftbildauswertung und Photogrammetrie gegliedert.

Die kameratechnische Entwicklung , welche mit den ersten Luftbildaufnahmen in der Schlacht von
Solferino (1895) und im amerikanischen Sezessionskrieg (1862) begann, im Deutsch-Französischen
Krieg weiterentwickelt, und während der Welt-kriege und in der Gegenwart perfektioniert wurde,
wird in mehreren Räumen auf eindrucksvolle Weise dargestellt.

Die bayerische Fliegertruppe in Palästina, der Maul`sche Raketenapparat und die Neubronner Brief-
taubenkamera werden ebenso dokumentiert wie die Luftaufklärung in Woronesch und Lipezk mit der
Photomöwe , oder die Luftbildauswertung in den Bildzügen und im Scheltersystem WS-430 B wie auch
der Bereich der Radar- und Satellitenaufklärung.

Vornehmlich werden die Aufklärungssysteme aller drei Teilstreitkräfte der  Bundeswehr ausgestellt
- beginnend mit RF-84 "Thunderflash" , über Fiat G-91 und RF-104 G "Starfighter" bis hin zur RF 4 E
"Phantom", PA-200 "Tornado" und Drohnen.

RF-84 F "Thunderflash" Fiat G-91 "Vinten" CL-289 Drohne Heer



Abgerundet wird die Sammlung mit einer Handkamerasammlung, Photogrammetriegeräten sowie
einem NVA-Bildzug mit dazugehörenden Ural-Fahrzeugen und einem Aufklärungsbehälter der SU-22.

Der originäre Zweck der Sammlung ist es , den Lehrgangsteilnehmern und interessierten Besuchern
wie dem Freundeskreis Lw, den historischen Hintergrund und den Weg der Entwicklung von Luftauf-
klärungssystemen zu vermitteln. So hat auch die Sektion München- nach vorausgegangenen Besich-
tigungen  der  Ausbildungsbereiche "Sensorentechnik" und "Bildbearbeitung"- mit dem Besuch des
"Luftbildmuseums" und einem abschließenden Vortrag über die Luftbildauswertung einen um-
fassenden Überblick erhalten.

Heinz Gerrits