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Besuch auf der Axalp 2007

Zum zweiten Mal auf der Axalp am 11.Oktober 2007

Mit mehrjährigem Abstand war ich wiederum auf der Axalp zur Fliegerdemo der
Schweizer Luftwaffe. Was ist die Faszination daran, dass mindestens 5000 Flug-
enthusiasten sich der Mühe unterziehen gute 2 Std. von der Axalp auf 1500 m
Höhe zu Fuß aufzusteigen auf bis zu 2300 m Höhe? Und dies an zwei Tagen.

Noch dazu durch ein sog. Nadelöhr mit Seilsicherung und Fangnetz ! Mit bangem
Keuchen ging es mit vielen anderen bergan im leichtem Nebel und unsichtbar darüber
brachten die Super Puma`s  vom Tal die Ehrengäste hinauf. Wird der Nebel aufreissen?

So war es dann oberhalb 2000 m und der blaue wolkenlose Himmel weckte die Vor-
freude auf 90 Min. Flugprogramm. Punkt 14.00 Uhr d.h. man kann danach die Uhr
stellen, begann nach Schweizer Präzision das Flugspektakel - so einmalig in der Welt!




Zuerst der Anflug aus Richtung Interlaken eine Super Pumpe Cougar mit Flares,
dann zwei Pumas mit Löschsäcken mit Zielabwurf, so wie vor einiger Zeit in Griechen-
land helfend  aus dem Kosovo kommend. Danach ein kombinierter Rettungseinsatz
der Rega mit knallrotem Hubschrauber mit Seilwinde und Super Puma bei der Suche
mit Hilfe Infrarotkamera .
Schon am Himmel sichtbar die bewährte PC-6 Pilatus Porter mit sechs himmelblauen
Lenkschirmen und einem präzisen Falmschirmaufklärereinsatz aus 3000 ft/GND zur
Axalp in schraubenförmiger Formation nach unten…
Danach begann das immer wieder höchst beeindruckende Scharfschiessen mit 20 mm
Kanonen mit 8 x F-5 Tiger , die zumeist in 2er Formation aus mehreren Richtungen mit
ca. 800 km/h anflogen, teilweise tiefer als unser Standort.
So nirgends erlebbar sah man die 10er Salven , hörte danach das Stakkato der Ab-
schüsse und gleichzeitig die Einschläge in dem rot markierten Zielbereich mit Auswer-
tung der Salven vom Kontrollturm aus.

   

Atemberaubend der Weiterflug nach dem Abschuss über die Bergkante nach unten
im Messerflug oder noch spektakulärer steil hinauf auf über 2800 m Höhe und
Rückkehr über Grindelwald zum erneuten Anflug.
Auch in die Felswand wurde geschossen, wobei früher mit Hawker Hunter sogar mit
ungelenkten Raketen geschossen wurde. Interessant dann auch ein mehrfacher
Überflug einer Tiger mit ausgefahrenem roten Schleppsack mit simulierten Angriff
durch F-18 Hornet.

Die F-18 Hornet mit ihrem großen Leistungsüberschuss beeindruckte beim Schiessen
mit einer etwas höheren Kadenz und zeigte in einem Solodisplay ihre Flugleistung am
blauen Himmel mit der grandiosen Bergwelt im Hintergrund.

 

Im übrigen hat unser Schweizer Freundeskreismitglied und hervorragender Fotograf
Urs Harnisch aus Zürich wiederum überzeugende Bilder dazu geschossen. Wem gelingt
es schon eine F-15 Tiger zu zeigen während des Abschusses im Bruchteil einer Sekunde
mit den "Schusswölkchen " vor dem Cockpit und sogar eine Geschossbahn sichtbar zu
machen bei rund 700 km/h ! Eine ebenfalls hervorzuhebende "Schweizer Präzisionsleistung" !

Der Abschluss der Veranstaltung bildet- wie immer - die Patrouille Suisse mit 6 x F-5
Tiger mit rot-weisser Lackierung im Minimalabstand zueinander von maximal 3 m .
Einmalig in dieser Figuration und in dieser Höhenlage nicht weit von Eiger-Mönch und
Jungfrau mit 4000 m Höhe. Am Ende dann der exakte gemeinsame Ausschuss der
Flares, was eine der Spezialitäten der Kunstflugstaffel ist.
Zufrieden, aber sich beeilend vor dem Massenansturm durch das sog. Nadelöhr ging
es dann - teilweise auch etwas rutschig - bergab .

Heinz Gerrits

 

Weitere Bilder von der Axalp in userem Bildarchiv