


Besuch bei Red Bull 2007
Besuch bei Red Bull im Hangar 7+8 Freundeskreis Luftwaffe Sektion München
Am 6.September 2007.
Strömender Regen hat 40 Mitglieder der Sektion nicht abhalten können, das "Marketingwunder
Red Bull" mit seinem weltweit einzigartigen Hangar-7 und einen der schönsten Wartungshangars,
den Hangar-8, zu besuchen.
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Der Sektionsleiter Heinz Gerrits dankte dem Geschäftsführer der Flying Bulls, Herrn Harald Reiter,
für seine Zeit den interessierten Mitgliedern das architektonische Kunstwerk Hangar - 7 des österr.
Architekten Volkmar Burgstaller zu erläutern.
Das moderne Wahrzeichen Salzburgs aus 1.500 Tonnen Stahl und 1754 Glastafeln- jede einzelne
in Größe und Form ein Unikat- mit einer einzigartigen Bar unterhalb der Kuppel, ist der Platz für
flugfähige bestens gewartete Flugzeuge und Hubschrauber. Dazu Exponate von Red Bull wie Renn-
wagen des Formel 1 Teams.
Der Hangar- 7 wird auch genutzt für aussergewöhnliche gastronomische wie künstlerische Events.
Am 6.Sept. war im Hangar-7 u.a. die legendäre B-25 J Mitchell Baujahr 1945 mit ihrer glänzenden
Aluminium-Legierung zu sehen. Der vordere Sitz im verglasten Bug ist sicherlich eine der schönsten
"Sitzgelegenheit" für Flugzeugenthusiasten!

Weiters waren ein Hubschrauber BO-105 CB in den Red Bull Farben zu sehen, ein Hubschrauber
Bell 47 G-3 B-1 von 1966, der Doppeldecker Boeing-Stearman P-17 sowie die uns aus Fürsty
wohlbekannten Alpha Jets. Es ist wohl einzigartig, dass gleich 4 flugfähige und privat zugelassene,
demilitarisierte ehemalige Kampf- und Trainingsjets nun mit dem Logo von Red Bull fliegen.
Es war nicht einfach, den aus verständlichen Gründen normalerweise für die Öffentlichkeit nicht
zugänglichen Hangar 8 der Flying Bulls, dem Hangar -7 gegenüberliegend, zu besuchen. Eine
Sondergenehmigung machte dies möglich.
Er ist so geräumig, dass die legendäre CD 6 B, ein Alpha Jet, ein Kampfhubschrauber Bell Cobra
FX TAH-.F1 - in 2002 neu aufgebaut-, die kraftstrotzende Chance Vought F4U-4 Corsair und die
North American T-28 B Troyan von 1954 Platz darin finden. Im übrigen begann mit der T-28 B
Troyan vor nunmehr über 20 Jahren als Keimzelle unter dem Chefpilot Sigi Angerer die Samm-
lung der Red Bull Flotte.

Absoluter Höhepunkt unserer Besichtigung war die DC-6 B, die nach 50 Jahren aus ihrem Dorn-
röschenschlaf als ehemalige Regierungsmaschine für Marschall Tito, Präsidentenmaschine in
Zambia und dann Sightseeingflugzeug in Südafrika geweckt wurde. Längs über Afrika und dem
Mittelmeer wurde sie im Jahr 2000 in 28 Std. Flugzeug nach Salzburg überstellt, bevor die lange
Zeit der Restauration begann.
Die unglaublich aufwändige mehr als 3 jährige Restauration in Salzburg mit bis zu 70 hochquali-
fizierten Technikern ist in dieser Größenordnung einzigartig. Das Flugzeug wurde restauriert, teil-
erneuert, mit über 70 km neuem Kabelmaterial versorgt, zwar mit moderner Avionik jedoch unter
Bewahrung der historischen Optik ausgestattet, in der Kabine mit modernem Material bezogen
und nur mehr mit 35 bequemen Sitzen (ehemals zugelassen für 106 Sitze) versehen.
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So mussten nach Fertigstellung nicht nur die 4 neuen Triebwerke von Pratt & Whitney 18 Zylinder
Doppelsternmotoren mit 27 Liter Hubraum und über 2000 PS sondern auch alle anderen überholten,
erneuerten oder neuen Systemen getestet werden.
Mit 28 Einzeltanks, einer Gesamttreibstoffmenge bis zu 21000 Litern und einer Kraftstoffpumpen-
leistung von 1500 Liter/h könnte die Maschine um die halbe Welt fliegen.
Die Maschine soll nun weitere 50 Jahre im Einsatz stehen mit Technologie von heute und man
kann ohne Übertreibung sagen, dass die Maschine sich ein einem besseren Zustand befindet als
damals beim Erstflug in Santa Monika.
Nach 4 jähriger Arbeit machte am 15.August 2004 die DC-6 B- begleitet von 2 Alpha Jets- mit
dem Testpiloten und erfahrenen DC-6 Flieger Doug Lee aus Alaska ihren "Zweiterstflug". Der
Flugingenieur hat die Möglichkeit mit Aussenkameras die kostbare Maschine während des Flugs
zu inspizieren.
Pilot, Copilot und Flugingenieur fliegen die Maschine , die über 300 Knoten schnell ist und bis zu
16 Std. in der Luft bleiben könnte, heute als Marketingtool für die Mutterfirma Red Bull im Kurz-
und Mittelstreckeneinsatz zu besonderen Anlässen und Veranstaltungen.
Red Bull mit dem gesamten Team der Flying Bulls darf gewiss stolz auf diese Maschine und all
die übrigen fliegerischen Leckerbissen sein.
Heinz Gerrits