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  • 20.2.19 - Fliegerhorst Eindhoven

 

Die Anfänge der militärischen Luftbildfotografie in Deutschland (1914-1945)

Autor: Rainer Appelt, Leiter Sektion Dresden

Der Dresdner Sektionsleiter Rainer Appelt referierte im März 2019 über das Thema „Die Anfänge der militärischen Luftbildfotografie in Deutschland (1914-1945)“.

Bereits 1859, die Fotografie war erst 1839 in Paris der Weltöffentlichkeit präsentiert worden, kann die welterste zivile und militärische Anwendung der Luftbildfotografie festgestellt werden: Felix Nadar fotografierte aus einem Ballon sowohl die Stadt Paris als auch schon Truppenbewegungen bei der Schlacht von Solferino.


Felix Nadar um 1860, Wikipedia gemeinfrei

Die Luftbildfotografie setzt zwei Dinge voraus, eine geeignete Kamera/Objektiv (Handkamera oder festinstallierte Kamera) und eine „flugfähige Plattform“ wie Ballone (Nadar, 1859), Rakete (Ing. A, Maul, 1906), Brieftaube (Neubronner, 1906), Luftschiff (Grasser, 1909), Flugzeug (1914) oder auch Hubschrauber, Satelliten, Drohnen u.a. Erfindungen wie die Trockenplatte (1866), lichtstärkere Objektive (Aplanat 1:7 von Steinheil München, 1866), optisch sensibilisierte Filme (Prof. Vogel 1873), Rollfilm (Eastman, 1884), Photogrammetrie (Pulfrich Zeiss Jena, 1901), Farbenfotografie (Prof. Miethe, 1903), Film-Reihenbildner (Messter Zeiss, 1915), Agfa-Colorfilm (1936) u.a. leisteten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Vervollkommnung und Verbreitung der Fotografie.


Ballonkamera BK L 70 nach Wandersleb 1913, Zeiss Archiv

Einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von (Flieger- bzw. Ballon-) Kameras leistete Dr. Ernst Wandersleb, Leiter der Abteilung -Photo- bei Carl Zeiss Jena. Durch sein Hobby als Ballonfahrer angeregt, entwickelte er die L-Serie von Ballonkameras.


Brieftaube mit Kamera, Bundesarchiv Bild_183-R01996

Um 1915 beauftragte der Kaiser Wilhelm II. mit der Allgemeinen Kabinettsorder (AKO) den Chef des Feldflugwesens OL Carl Fink, das Luftbild- bzw. Lichtbildwesen zu ordnen und zu strukturieren. Jede Flieger-Abteilung Lb (Lichtbild) besaß folgende Ausstattung: drei HK 25, eine HK 50, eine FK 70 (festeingebaut), ein Grundrissbildner, ein Vergrößerungsgerät, Vervielfältigungsgerät „Opalograph“, ein Dunkelkammerwagen, Aufklärungsflugzeuge wie Rumpler C. IV. u.a. /1916 Luftbildkommando (Lubido) in Berlin/1918 Inspektion des Lichtbildwesens. 1916/17 galt das Lichtbildwesen als „durchgebildet“ und einsatzbereit: Feldluftschiffer fotografierten, unbewaffnet und ohne Fallschirm ausgerüstet, anfangs aus Kugel-, später Drachenballonen aus großer Höhe mittels geeigneter Fototechnik. Anstelle der Ballone traten geeignete Aufklärungsflugzeuge wie Albatros C.I, Aviatik C.I, Hannover CI. IIIa u.a.


Oskar Messter, Zeiss Archiv


Reihenbildner Rb von Messter 1915, Zeiss Archiv

Neben Handkameras, wie die Fliegerkleinkamera von Zeiss mit 25 cm Brennweite ist die Fliegerkamera Ica L 50 mit 50 cm Brennweite und die automatische Reihenbildmesskamera von Zeiss zu erwähnen. Besonderes Augenmerk legte die Führung auf die Ausbildung der Luftbildauswerter. Während des 2. Weltkrieges nahm das Luftbildwesen in der Luftwaffe einen wichtigen Platz ein. Sowohl die Strukturen (Bildgruppen) als auch die eingesetzte Flugtechnik (neben Kolbenmotorflugzeugen wie Do-17, Ju-88, Bf 109, Me 110 wurden auch Strahlflugzeuge wie die Me 262 A-1a/U3, Ar 234 eingesetzt) wurden den veränderten Einsatzbedingungen ständig angepasst. Am 2. August 1944 startete eine Arado Ar 234 T9+LH (V7) mit Oblt. Erich Sommer vom Sonderverband der Ob.d.L. vom Flugplatz Reims zum (weltersten) Strahl-Aufklärungsflug über die Normandie.

Bild- und Filmmaterial vermittelten Eindrücke von der Geheimmission „Trolley“ der 8. USAF am 10. Mai 1945. Hier fotografierten B-24 und B-17 im Tiefflug das zerstörte Deutschland. Die Aktion war als Anerkennung für die Leistungen der Bomberbesatzungen bei der Bombardierung Deutschlands gedacht. Gleichwohl war die Reaktion unterschiedlich, sie reichte von Stolz bis zum Entsetzten.

Ein kurzer Abriss zur Anwendung der Multispektraltechnik (Zeiss Kamera MKF- 6, 1976), Merkmale der Orthofotografie, die verwendete Kameratechnik bei den Apollo-Missionen und die Anwendung der Digitalfotografie rundeten den interessanten Vortrag ab. Die überaus zahlreiche Teilnahme zeigte das große Interesse an dieser bisher eher vernachlässigten Vortragsthematik.


Welterstes Farbfoto „Earthrise“ der Erde aus dem Weltall, aufgenommen von Astronaut Bill Anders am 24. Dezember 1968 an Bord der Apollo 8 mit Hasselblad-Kamera HDEC und Zeiss-Oberkochen-Objektiv, Quelle NASA Foto Nr. AS8-14-2383HR, gemeinfrei

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

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