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Besuch am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf

Autor: Heinz Gerrits, Leiter Sektion München

Am 16. Juni 2016 besuchte die Sektion München unter der Leitung des Sektionsleiters Heinz Gerrits zum ersten Mal das international mit neun Nationen tätige Ausbildungszentrum für Spezielle Operationen (AusbZSpezlOp) in Pfullendorf. Der S3-Offizier Oberleutnant Stedtler hat hierzu ein ausgezeichnetes Besuchsprogramm vorbereitet.

Wir erlebten zusammen mit einer Gruppe ehemaliger Heeressoldaten das Briefing des Kommandeurs, Oberst Thomas Schmidt, mit beeindruckenden Erläuterungen zu dieser Hochwert-Ausbildungseinrichtung für ausgewählte und dazu befähigte Angehörige von internationalen und nationalen Spezialkräften sowie spezialisierten Kräften des deutschen Heeres.

Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen gliedert sich wie folgt:
•    Stab
•    Kommandeur Bereich Lehre/Ausbildung mit II., III. und IV. Inspektion sowie Spezialausbildungskompanie 209
•    International Special Training Center
•    Bereich Unterstützung
•    Übungszentrum Spezielle Operationen

Das International Special Training Center (ISTC) bildet Angehörige internationaler Spezialkräfte aus. Am ISTC werden hierzu Aufklärungs- und Erkennungslehrgänge, sowie Planungs-, Führungs-, Scharfschützen-, Sanitäts- und Überlebenslehrgänge durchgeführt. Darüber hinaus findet hier der Lehrgang „Verhalten nach Gefangennahme“ (Conduct after Capture, CAC) statt. Dem Kommandeur Bereich Lehre/Ausbildung unterstehen die oben aufgeführten Inspektionen sowie die Spezialausbildungskompanie 209.

Die II. Inspektion führt Sanitäts- und Überlebenslehrgänge für Spezialkräfte und Angehörige der Division Schnelle Kräfte (DSK) wie z. B. Fallschirmjäger durch. Hierunter die Lehrgänge „Combat First Responder“ (CFR) sowie „SERE“ (Survival, Evasion, Resistance, Escape).

Die III. Inspektion führt Laufbahn- und Sonderlehrgänge ebenfalls für spezialisierte Kräfte, hierbei vorrangig Fallschirmjäger mit erweiterter Grundbefähigung (EGB) durch. Dabei werden Lehrgänge in den Bereichen „Urbane Angriffstechniken“, Schießtechnik, Nahkampf, Missionsplanung, „Patrolling“ und „Gewässerseitige Infiltration von Operationsräumen“ (Waterborne Infiltration) durchgeführt. Die Schießausbildung findet hierzu meist auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten am kalten Markt statt.

Die ehemalige VI. Inspektion der Luftlande-/Lufttransportschule in Altenstadt bei Schongau wurde zum 1. Juli 2015 als IV. Inspektion des AusbZSpezlOp neu aufgestellt. Sie ist verantwortlich für die Durchführung von Überlebenslehrgängen für Luftfahrzeugbesatzungen und besonders gefährdetes  Personal sowie von Lehrgängen für Offizieranwärter des Truppendienstes der Luftwaffe.


Kommandeur Oberst Schmidt erhält den Doppeldecker des Freundeskreises Luftwaffe von Heinz Gerrits.

Die Spezialausbildungskompanie 209 ist für die Truppen-, Voll-, und Dienstpostenausbildung des Fallschirmjägernachwuchses zuständig. Ihr Auftrag ist die dreimonatige Grundausbildung und die Spezielle Grundausbildung für Fallschirmjäger. Des Weiteren führt sie die Spezialausbildung für Feldwebelanwärter durch, die später als Kommandofeldwebel beim Kommando Spezialkräfte (KSK) eingesetzt werden sollen. Neben den ausbildenden Einheiten verfügt das AusbZSpezlOp über das Übungszentrum Spezielle Operationen (ÜbZSpezlOp) mit den Systemen VBS3 und SIRA, mit dem Stäbe bis auf Ebene „Großverband“ (Brigade) beübt werden können.

Bei einem Rundgang durch die neuen und farblich freundlich gestimmten Unterkünfte mit teilweise 1-Bett-Zimmer inklusive Fernseher, Nasszelle und Internetanschluss wurde auch auf weitere hohe Investitionen in Pfullendorf für die nächsten Jahre hingewiesen. So wird die gesamte Kaserne zukünftig über eine Geothermie-Anlage langfristig energetisch umweltschonend und kostensparend versorgt.

In der sogenannten R&S-Halle wurden uns für jeden Luftfahrzeugtyp der Luftwaffe, Heer und Marine die jeweiligen Notfallausrüstungen für die Besatzungen gezeigt und erklärt.
Alle Piloten werden hier in den Gebrauch ihrer Notfallausrüstung für Starrflügler (Transall C-160, Eurofighter und Tornado) sowie Hubschrauber ausgebildet. Schadhafte Ausrüstung kann hierbei in der eigenen Reparaturwerkstatt fachgerecht instandgesetzt werden. Für Übungszwecke stehen je eine Zelle der Hubschraubermuster CH-53 und Bell UH-1D zur Verfügung. Die Beschaffung einer Zelle Transall C-160 wurde bereits eingeleitet.

Ein Highlight der Führung war das erst kürzlich fertiggestellte „MAZE-Haus“ (von engl. ‚maze‘ für „Irrgarten“). Hierbei handelt es sich um eine umgebaute ehemalige Instandsetzungshalle, die nun als Schießhaus für das Üben von Erstürmungstaktiken und -techniken genutzt werden kann. Um das Eindringen zu üben, sind am Gebäude speziell angefertigte Türen angebracht, die – je nach Lage – mit besonderem Zugriffswerkzeug wie z. B. Rammen oder Schrotflinten geöffnet werden müssen. Innerhalb des Gebäudes befinden sich durch Holzstellwände dargestellte Räume, die für jedes Szenario flexibel angeordnet werden können, um somit eine abwechslungsreiche Übungsumgebung zu schaffen und die Soldaten immer wieder vor neue Herausforderungen zu stellen. Über den nach oben hin offenen Räumen verläuft ein mit Glasboden versehener „Catwalk“, der es den Ausbildern ermöglicht, die Soldaten zu beobachten, während diese sich mit Farbmarkierungsmunition durch das dargestellte Gebäude kämpfen. Mit Hilfe einer umfangreichen Dokumentationsanlage mit über 30 installierten Kameras und einem mit diesen verbundenen Schulungsraum, können Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer jeden einzelnen Augenblick der zuvor geübten Erstürmung aus mehreren Blickwinkeln nachverfolgen und das Vorgehen der Soldaten somit optimal auswerten.

Um verschiedene Umgebungen zu simulieren, ist es möglich, den kompletten Innenbereich des Gebäudes abzudunkeln. Darüber hinaus können diverse Lichteffekte eingesetzt und in Verbindung mit einer Tonanlage somit auch der Einsatz von Blendgranaten dargestellt werden.

Sektionsleiter Heinz Gerrits bedankte sich für diesen sehr informativen Besuch und den freundlichen Empfang durch den Kommandeur Oberst Schmidt mit einer Torte mit Wappen des Freundeskreises sowie mit dem Faltflieger des Freundeskreises Sektion München.

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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