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Eindrücke von der ILA 2016 in Berlin

Autor: Sven Köhler, Sektion Dresden

Vom 1. bis 4. Juni 2016 fand die nunmehr 13. Auflage der ILA in Berlin statt. Neu an der diesjährigen Ausstellung war die Verkürzung auf vier Tage, wovon der Freitag und Samstag als Publikumstage angesetzt wurden. Mein Besuch der ILA fand am Samstag statt.


Foto: Sven Köhler

Lobenswert erwähnen muss man im Vorab die perfekte Organisation der An- und Abreise von den Besucherparkplätzen. Die Sicherheitskontrollen erforderten zwar ca. 20 Minuten Wartezeit, was aber kein Problem darstellte. Auffällig beim Betreten die ILA war sofort, das ein weiterer spürbarer Ausstellerrückgang zu verzeichnen ist. Dies belegen auch die veröffentlichten Zahlen für dieses Jahr. Auch wenn die Messe von allen Ausstellern nach außen als Erfolg gewertet wird, ist meiner Meinung nach der Besucherrückgang auf ca. 150000 dem gesunkenen Stellenwert der Messe geschuldet. Die Zeit großer Luftfahrtmessen in Europa ist leider vorbei. Dies hat auch schon der Aerosalon in Paris zu spüren bekommen. Der Markt ist weitgehend gesättigt und die Airlinebetreiber bzw. die europäischen Luftwaffen haben ihre konkreten Vorstellungen bezüglich neuer Flugzeugmuster. Hierbei ist auch die angespannte Finanzlage in Europa nicht zu vergessen. Besonders der asiatische Raum bietet somit für die Hersteller einen vielfach größeren Absatzmarkt und auch mehr Möglichkeiten für kleinere Unternehmen.

Die Marktführer Airbus und Boeing waren, auch Dank Unterstützung der Lufthansa und Air Berlin, mit modernen Verkehrsflugzeugen vor Ort gewesen. Die hervorragend geflogenen Displays der A350XWB von Airbus SAS sowie der A320neo der Lufthansa blieben somit neben der Boeing 747-800 der Lufthansa und der A321 von Air Berlin im Statik-Display aber die einzigen Vertreter moderner Airliner. Für Firmen wie z. Bsp. Embraer, Mitsubishi Aircraft Corp. oder auch Irkut ist offensichtlich Europa kein zukunftsträchtiger Absatzmarkt. Das zeigt sich in der stetig kleiner werdenden Bandbreite der ILA leider immer deutlicher.

Die ILA 2016 lebte hauptsächlich vom größten Aussteller Bundeswehr und alten Bekannten wie der MiG-29 der polnischen Luftwaffe oder der Patrouille Suisse. Zum 60jährigen Bestehen der Luftwaffe wurde mit einem umfangreichen Statik-Display sowie mit Fähigkeitsdarstellungen in den Bereichen Med-Evac, Nothilfe (Bsp. Waldbrandbekämpfung), Abfangeinsatz, Luft-Boden-Operation, strategischer Lufttransport und kombinierter Einsatz (COMAO) mit beeindruckenden Vorführungen aufgewartet. Das Eurofighter-Solo-Display, geflogen mit der Jubiläumsmaschine 30+68, welche von Walter Maurer ein sehr fotogenes Design erhalten hat, sowie die Luftparade mit 19 Luftfahrzeugen der Bundeswehr bildeten dabei einen sehenswerten Abschluss.

Ein Highlight der ILA war die Antonov 178 aus der Ukraine – ein hochmoderner, zweistrahliger Transportflieger mit 18t Nutzlast, welcher ebenfalls im Flying-Display zu sehen war.

Im Bereich Militärhubschrauber wurde von der Royal Navy die Agusta Westland Wildcat HMA2 als Solodisplay sowie vom Team Blackcats geflogen. Diese Weiterentwicklung der bei der Bundesmarine eingesetzten Agusta Westland Sea Lynx könnte ein potentieller Nachfolger selbiger sein. Mit modernen Varianten der Boeing CH-47 Chinook von US Army sowie vom Joint Helicopter Comand aus Großbritannien sind ebenfalls mögliche Nachfolger der CH-53 der Bundeswehr im Static Display gezeigt worden, wobei hier mit der neuesten Sikorsky CH-53K Super Stallion ein weiterer Kandidat für die Bundeswehr im Rennen ist. Bleibt abzuwarten, zu wessen Gunsten die Entscheidung fällt.

Das Static Display militärischer Flugzeuge wurde durch MiG-29 und Su-22 (mit neuem NATO-Tarnanstrich!) der polnischen Luftwaffe, JAS-39 Gripen und L-159 der Tschechischen Luftwaffe, E-3A AWACS aus Geilenkirchen sowie C-17, B-1B und C-130 Hercules der US Airforce abgerundet.

Als Höhepunkt zur Mittagszeit fand ein Überflug einer B-52 der US Air Force statt. Auf dem Weg nach Frankreich passierte diese ehrfurchtsvoll anzuschauende Maschine zweimal den Platz und sorgte bei den Zuschauern für Staunen und Begeisterung.

In den Ausstellungshallen waren wieder viele bekannte Firmen aus Luft- und Raumfahrt vertreten, welche durch Informationsstände zu Berufen der Branche ergänzt wurden. Leider waren am Samstag auch einige Messestände nicht mehr besetzt.

Fazit – die ILA bleibt für Flugzeugfans und luftfahrtinteressiertes Publikum ein Magnet in Deutschland. Als Luftfahrtmesse auf internationalem Parkett habe ich jedoch die Befürchtung, dass sie zukünftig dem finanziellen Rotstift oder der Eröffnung des BER zum Opfer fallen könnte.

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Fotos: (C) Sven Köhler

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

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