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Jugend-Info-Woche 2006 in FürstenfeldbruckInformationswoche für Jugendliche bei der Offizierschule der Luftwaffe in
Fürstenfeldbruck vom 20. bis 25.August 2006. Sonntag, 20.08.06: Tag der Anreise .......
Nachdem 13 von 14 Teilnehmern gut im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck angekommen waren wurden wir von unseren Betreuern, Leutnant zur See Matthias Linke, Fähnrich Jesko Braatz und dem Initiator dieser Woche - Hauptmann a.D. Schmitz -, im Offizierheim begrüßt. Pünktlich zum Abendessen, welches vom Freundeskreis Luftwaffe gesponsert wurde (danke, war sehr lecker), traf auch unser letzter Teilnehmer wohlbehalten ein! Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten wir etliche Geschenke der Luft- und Raumfahrtindustrie ( EADS und MTU ) in Empfang nehmen. Auch hierfür nochmal vielen Dank. Nach ein paar gesprächsintensiven Stunden des Zusammensitzens, ließen wir den Abend auf gemütliche Art und Weise auf unseren Einzelstuben oder bei lautstarken Diskussionen auf dem Gang enden. Montag, 21.08.06: Informationen über Informationen Als gegen 6 Uhr morgens die ersten Wecker klingelten, freuten wir uns trotz der frühen Tages- zeit schon auf das Jagdgeschwader 74 in Neuburg. Allerdings durften wir vorher noch früh- stücken und mussten anschließend noch ein kurzes, aber sehr nettes Begrüßungsgespräch über uns "ergehen lassen." Nach 1 ½ -stündiger Fahrt waren wir dann endlich in Neuburg. Dort wurden wir von Oberstabsfeldwebel Ammon begrüßt und sahen einen informativen Film über die Geschichte des Geschwaders. Anschließend durften wir uns endlich den EUROFIGHTER aus der Nähe betrachten, aber leider nicht fotografieren. Ein Techniker erklärte uns die vielen technischen Details und ließ unsere bohrenden Fragen über sich ergehen. Nachdem wir die Landungen zweier EUROFIGHTER nahe am Rollfeld miterleben konnten be- suchten wir in zwei kleineren Gruppen die Radarzentrale und den Tower. Von dort aus sahen wir den Start einer PHANTOM. Mit knurrendem Magen fuhren wir zum Mittagessen. Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir dann zum Shelter der F-4F PHANTOM und ließen uns vom 1.Wart in die Technik sowie die Bewaffnung einweisen. Auf unseren Wunsch durften wir uns mit einem Triebwerkme- chaniker unterhalten, der uns die genaue Funktionsweise anhand ausgebauter Triebwerke der
PHANTOM erklärte. ![]() Bei einem Übungsalarm sahen wir auch die Alarmrotte in Aktion. Wir konnten uns selbst davon über- zeugen, dass diese trotz der vorgegebenen Maximalzeit von 15 Minuten, schon nach 8 ½ Minuten in der Luft waren. Vorm Abendessen ging die heutige Informationsflut in die abschließende Runde. Wir erhielten von unseren Betreuern eine Vortrag über den "Fliegerischen Dienst". Den Abend ließen wir dann mit gemütlichen Fernsehen ausklingen. Dienstag, 22.08.06: "Über den Wolken ..." Auch an diesem Tag ließ der Wecker uns keine Gnade und gab das Zeichen zum Aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann auf eine 1-stündige Busfahrt zum Münchener Flughafen. Dort bekamen wir eine kleine Führung und durften auf den hohen Tower "klettern" bzw. fahren (es lebe der Fahrstuhl). Diese Besichtigung wurde allerdings von dem Besuch bei der Polizei Hubschrauberstaffel getoppt! Zuerst sahen wir einen kurzen Film über die Arbeit der Staffel und lauschten gespannt einem Vortrag über die Struktur und Vorgehensweise der "Fliegenden Polizei". Anschließend durften wir uns einen EUROCOPTER EC 135 aus nächster Nähe ansehen. ![]() Wir durften sogar in der Kabine "rumklettern" und ließen uns dabei einige Funktionen erklären. Der Vormittag am Flughafen endete mit einer Rundfahrt. Nach dem Mittagessen in Fürsty konnten wir dann endlich zu unserem "Highlight des Tages" aufbrechen: Der Mitflug in einem Motorsport- flugzeug (Piaggio oder Piper). Dabei entwickelte sich die Minderheit an Mädchen zum echten Vorteil. Wir durften jeweils als erste als Co-Pilot mitfliegen und zeitweise sogar selber steuern. Gespickt mit kleinen Flugmanövern über der Allianz-Arena flogen wir etwa 1 Stunde über München und Umland. Nachdem die erste Gruppe gelandet war, wurden die Jungs richtig gefordert. Die Piaggio musste aufgetankt werden. Allerdings vermuten wir, dass dies den Jungs auch Spaß gemacht hat! Anschließend konnten wir uns auf das lang erwartete Abendessen und die folgende Stunde "Mittag - bzw. Abendschlaf" freuen. Bei einem sehr lustigen und gemütlichen Kegelabend mit teilweise sehr fragwürdigen und verwirrenden Spielen (Matthias, das mit dem Erklären üben wir noch mal) beendeten wir den Tag erst am späten Abend. ![]() Mittwoch, 23.08.06: Wenn Jungs erwachsen sein wollen..... Heute durften wir eine halbe Stunde länger schlafen!!Dennoch mussten zwei von uns durch einen Fliegeralarm aus dem Bett geholt werden. Als dann endlich alle wach waren, ging es nach dem Frühstück zum Lufttransportgeschwader 61 nach Penzing. Auch dort mussten wir erst einem sehr informativen Vortrag lauschen. Zuerst bekamen wir noch einen Kaffee zur Stärkung (Koffein hilft gegen Müdigkeit), dann konnte die Besichtigung beginnen. In zwei kleinen Gruppen wurde
uns die Technik der TRANSALL, die uns irgendwie an das Flugzeug von Captain Balu erinnerte, und der BELL UH-1D nähergebracht. Bei der Besichtigung der Cockpits (TANSALL und BELL UH-1D) konnten wir uns alle einmal wie Piloten fühlen. Nach dem Mittagessen in Penzing ging es zurück nach Fürsty, wo schon der nächste Vortrag auf uns wartete. Ein Personaloffizier erklärte uns wichtige Dinge über die Laufbahnen in der Bundeswehr. Trotz der interessanten Vortragsweise hatten wir wegen der kurzen Nächte und der Besichtigung am Vormittag gegen eine "unverständliche" Müdigkeit zu kämpfen. Nach etwa 1 ½ Stunden konnten wir uns mal so richtig "auspowern" (das galt für diejenigen, die noch etwas Kraft hatten). Bei aufgelockerten Volleyball- und Fußballspielen konnten wir unser sportliches Talent unter Beweis stellen, was nicht immer gelang. Anschließend stand ein lustiger Grillabend auf dem Programm. Unser Grillmeister Matthias zauberte uns leckere Speisen vom Grill und sorgte zusammen mit Jesko für gute Stimmung. Je später der Abend wurde, um so kälter wurde es. Also versuchten die noch nicht sooo erwachsenen Jungs, die aber auf dem besten Wege dorthin sind, ein Feuer zu machen. Dies gelang allerdings letztendlich nur mir Hilfe einiger Marinesoldaten der 9.Inspektion (vielen Dank hierfür, war schön warm). Tief in der Nacht war dann auch diese "kleine Party" vorbei und wir fielen erschöpft in unsere Betten. Donnerstag, 24.08.06: "The day after ....." Trotz der kurzen Nacht schafften es, zur Überraschung aller, alle pünktlich aus dem Bett zu kom- men, um sich auf die lange Fahrt zur Technischen Schule 1 der Luftwaffe in Kaufbeuren vorzu- bereiten. Direkt nach dem Frühstück ging es dann auch los. Die Busfahrt nutzten wir natürlich um uns ein wenig auszuschlafen; zumal Herr Schmitz uns geraten hatte, im Bus zu schlafen um bei den Vorträgen wach zu bleiben. Nach Ankunft in Kaufbeuren wurden wir, wie erwartet, mit einem kurzen Vortrag über die Struktur und Ausbildungsmöglichkeiten empfangen. Allerdings wurden wir direkt danach entschädigt. Dieses Mal durften wir uns den TORNADO nicht nur anschauen, sondern wir konnten uns sogar ins Cockpit setzen. Alle unsere Fragen wurden auch ausführlich beantwortet. Anschließend ging es zum Triebwerktrainer. Einer von uns durfte sich ins Übungscockpit setzen und unter Anleitung die Triebwerke starten. Wirklich sehr interessant! Direkt danach ging es in den nächsten Simulator: Fluggerätekontroll- simulator (irgendwie so). Hier durfte sich jeder einmal ins Cockpit setzen und das "handling" des TORNADOS austesten. Nach leckerem Mittagessen ging es dann weiter nach Landsberg am Lech zum Waffensystemunterstützungszentrum. Fregattenkapitän a.D. Odinius begrüßte uns sehr herzlich und begann dann natürlich mit einem weiteren Vortrag. Anschließend besichtigten wir den Untertagebau der Welfenkaserne. Man muss allerdings erwähnen, dass uns Herr Odinius mit seinem Vortrag und der Führung mit Bezug auf den Holocaust mit traurigen geschichtlichen Ereignissen sehr nachdenklich gemacht hat. Leider ging es nach diesem Ereignis auch schon zu unserem Abschlussabend nach Hurlach. Nach diversen "Dankesreden" und einem guten Abendessen ging es zurück nach Fürsty, wo wir den letzten Abend gemütlich miteinander verbrachten. Freitag, 25.08.06: Aller Abschied ist schwer... Natürlich fiel uns auch am letzten Morgen das Aufstehen sehr schwer. Allerdings diesmal, weil es unser letzter Morgen war. Schweren Herzens mussten wir leider nach dem Frühstück und der Verabschiedung durch den Kommandeur, Herrn Brigadegeneral Schulz, die Offizierschule der Luftwaffe verlassen. Da es nach dieser Woche nichts zubeanstanden gab, möchten wir diese Zeilen nutzen, um uns bei "Allen" zubedanken, die uns diese Woche ermöglicht haben. DANKE ! Da unsere Erwartungen mehrmals übertroffen wurden, hoffen wir, uns vielleicht einmal als Soldatinnen/Soldaten bei der Luftwaffe wiederzusehen. Verfasserinnen: Kathrin Amarell und Josefine Kleinau
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