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Jugend-Info-Woche-2005 in Kropp/Jagel

Informationswoche für Jugendliche beim Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, Kropp/Jagel, vom 03.Juli bis 8.Juli 2005

Wie in vergangenen Jahren, so setzte sich unsere Gruppe auch diesmal aus verschiedenen Nationen zusammen. 1 Österreicher, 2 Polen und 8 Deutsche hatten den Weg zum Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ gefunden.
Gleich im Rahmen der Begrüßung wurden wir von Hauptmann Nippgen, dem Personalstabsoffizier des Geschwaders, und Hauptmann a.D. Schmitz, dem Generalsekretär des Freundeskreis Luftwaffe e.V., auf die Informationswoche eingestimmt. Hier lernten wir auch unsere Betreuer, Oberstabsfeldwebel Neas und Stabsunteroffizier Wegner, kennen.

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Wegen Umbauarbeiten im Geschwader in Kropp wurden wir in der Heeresflugabwehrkaserne
„Feldwebel Schmidt Kaserne“ in Rendsburg untergebracht, wo die Jungs 4-Bettzimmer belegten und das einzige Mädchen eine „Offiziersuite“ bekam.

Am nächsten Morgen fiel unserer Truppe das Aufstehen um 06.30 Uhr ziemlich schwer, weshalb wir bei dem Einführungsvortrag von Hauptmann Alex „Face“ Schneider (Flugzeugführer) und der Besichtigung der Instandsetzungseinrichtungen für das Waffensystem Tornado und den Triebwerken einen nicht gewollten müden Eindruck machten.
Die Lethargie verschwand bei der Besichtigung des Static Displays, also eines Tornados mitsamt seiner Bewaffnung ( in diesem Fall: Kamerapod, Antiradarflugkörper HARM und Seezielflugkörper KORMORAN ), zumal wir von Oberfeldwebel Wodka geführt wurden, dessen Name einige an den vorigen Abend erinnerte.

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Wegen des starken Windes wurden wir am Nachmittag bei der Towerbesichtigung fast vom Turm gefegt. Da war die Radaranlage, die wir im Anschluß besichtigten, schon bedeutend sicherer. Gleiches galt auch für die Container, in denen wir die Entwicklung und Auswertung der geschossenen Bilder gezeigt bekamen.
Einen runden Ausklang fand der Tag mit einem erfrischenden Bad in der Ostsee bei Eckernförde.
Alle, die noch oder schon wieder bei Kräften waren, bewiesen ihr fußballerisches Talent in etlichen Stunts, die häufig in Bruchlandungen endeten.

Den Höhepunkt der Woche bildete am Dienstag der Besuch bei der Sportfluggruppe in Husum. Dort standen uns zur fliegerischen Selbsterfahrung ein Motorflugzeug (KATANA), ein Motorsegler und das Segelflugzeug K-7 bereit.
Die große Geduld und das Einfühlungsvermögen der Fluglehrer ermöglichten uns verschiedene Manöver. Den meisten Spaß hatten wir bei der 60° Kurve, die einen ganz schön in den Sitz drückte, dabei genossen wir den atemberaubenden Ausblick auf die Umgebung von Husum und auf die Nordsee. Leider konnten wir keine Loopings und Schrauben fliegen, da diese Manöver nicht erlaubt waren. Allerdings waren wir schon erstaunt, dass wir das Flugzeug so sicher bis in den Endanflug beherrschten.
Die Jungs von der Sportfluggruppe sind schwer in Ordnung, wir haben uns super mit ihnen verstanden. Der gelungene Tag klang in einem Filmabend aus.

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Der Mittwochmorgen wurde von einer Stadt- und Dombesichtigung in Schleswig ausgefüllt.
Das Interessanteste ist die Grabstättenbetreibergesellschaft in der sich alle Bewohner des Stadtteiles „HOLM“ zusammengeschlossen haben damit der putzige, schnucklige Dorffriedhof gepflegt und in seiner Art erhalten bleibt.
Nach dem Mittagessen zeigten uns die Soldaten der 3.Objektschutzstaffel des AG 51 „I“ ihren
Aufgabenbereich mit Kampfmittelräumgerät. Einige Teilnehmer kamen in den Genuss, den 34 kg schweren Feuerwerker-Schutzanzug anprobieren zu dürfen. Darin fühlte man sich wie in einer mittelalterlichen Ritterrüstung.

Nun trafen wir abermals auf Oberfeldwebel Wodka, der uns im Schießsimulator einwies. Alle waren begeistert von dem Wettschießen  der Soldaten mit der P 8 und dem G 36. Die Anspannung des Schießens löste sich beim Wasserskifahren am Abend. Auch hier war aller Anfang schwer ( Preisfrage: Sind wir mehr geschwommen oder mit dem Board in der Hand gelaufen? ). Doch irgendwann hatten wir den Dreh raus und konnten auch um die Kurven fahren.
Einige Jungs ließen sich am Ende des Tages vom Fußballspielen nicht abbringen, während wir diesen Bericht weiter verfassten.


Der letzte Tag wurde durch einen Besuch bei der Heeresflugabwehrschule eingeleitet, in deren Museum wir Flugabwehrwaffen von der ehemaligen Wehrmacht, der NVA und der Bundeswehr bestaunten. Besonders interessant war zu sehen, welch große Entwicklung die Waffen durchlaufen haben. Anschließend wurde uns der Panzer Gepard, der modernste Flugabwehrpanzer der Welt, vorgestellt.
Vor dem Mittagessen stellte uns ein Wehrdienstberater die Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr dar und beantwortete uns viele Fragen.
Da wir den Flugsimulator nur passiv erleben konnten, weil das Training der Piloten eine höhere Priorität hatte, schauten wir uns eine TRANSALL von innen an. Es war ein besonderes Erlebnis einmal auf den Pilotensitzen Platz zu nehmen.

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Beim Besuch der 1.Staffel beantwortete uns ein Pilot alle Fragen, die uns auf der Zunge lagen und berichtete von der Arbeit als Pilot. Dabei zeigte er uns die Fliegerzusatzausrüstung. Einer der Piloten schlüpfte sogar in den Frankenstein (kein Untoter -sondern ein Kälteschutzanzug) hinein.
Unsere letzte Exkursion führte uns in den Geschwadergefechtsstand von wo aus das ganze Geschwader  bei Geschwaderübungen und im Krisenfall geleitet wird.


Das Fazit der Woche ist: Alle haben auf Grund des guten Essens zugenommen!!
Doch nicht nur der Küche, sondern auch unseren Betreuern- Oberstabsfeldwebel Neas und Stabsunteroffizier Wegner, welche die Informationswoche für Jugendliche super organisiert haben, gebührt ein großes Lob.
Auch dem Initiator dieser Woche, Hauptmann a.D. Schmitz, danken wir von ganzem Herzen und freuen uns schon auf die Informationswochen im nächsten Jahr!!!!!!


Die Verfasser:  Stephanie Kühndahl (Velbert)     Florian Scholzen  (Köln)