


Besuch in der Ostschweiz Mai 2005
Besuch bei der Heliswiss und Schweizer Luftwaffe in Meiringen
Am 19.Mai 2005 folgten 30 Freundeskreismitglieder- teilweise zum wiederholten mal- unserem Schweizer Mitglied und Reiseorganisator mit Bestnote Herrn Constantin Hürlimann in die schöne Schweiz. Pünktlich um 8 Uhr wartete der Bus am kleinen Regionalflugplatz Bern-Belp. Nach Begrüßung und Überreichung der schon traditionellen Schirmmütze von Victorinox als Zeichen der Gruppe fuhren wir an der Rega-Rettungs-station vorbei zum ersten Besichtigungspunkt und Sitz der Heliswiss.
Dies ist ein mittelständisches weltweit agierendes Unternehmen, das einfache bis sehr aufwendig komplizierte Montagearbeiten mit Hubschraubern durchführt. Leider waren die beiden Stars Kamov KA 32 A 12 als Koaxialhubschrauber nicht anwesend, da sie ihre Kosten im Wallis und der zweite seit Wochen in Honkong (Schiffverladung) bei der Montage einer grossen Seilbahn verdienten.

Dafür sahen wir 2 Hughes-Schweizer C-300 Ausbildungshubschrauber mit Kolbentriebwerk, Augusta A-109 , Alouette II Chefpilot und Maschinenbauing. Herr Mathey Grünenfelder erläuterte uns in humorvollen Worten und Bild die jahrelange sehr schwierige Erstzulassung der russischen Großhubschrauber in Europa und in der Schweiz, der bis zu 7 t am Haken tragen kann.Der Hubschrauber hat sich zwischenzeitlich als robustes Gerät bestens bewährt und ist durch seine für schwierige Verlastung ruhige Flugbewegung bei Forstarbeiten, Montage -wie zuletzt auch in München am Fernsehturm- sehr gut geeignet.
Das Team Pilot und Einweiser ist dabei besonders gut eingespielt.
Weiter ging die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft vorbei am Thunersee, Brienzersee und bei Interlaken sahen wir die Jungfrau, Eiger,Mönch und die Fahrt endete in Meiringen.
Im altehrwürdigen Parkhotel Du Sauvage-dort wo die Romanfigur Sherlock Holmes erfunden wurde- assen wir typisch schweizerisch am "Röstigraben" zu Mittag.
Pünktlich um 14 Uhr trafen wir an der mit einer roten Ampel gesperrten öffentlichen Straße über das Ende der Startbahn am Flugplatz Meiringen ein. Schon von Ferne sahen wir in der Luft eine Super Puma ihre atemberaubenden Kunstflugvorführungen vollführen.
Ein wenig später startete eine CH-53 der Heeresflieger ihre Rückreise nach Laupheim.
Nach Freigabe der Straße schlenderten wir über die Startbahn und wurden aber gleich vom Tower per Lautsprecher aufgefordert "subito die Landebahn freizumachen".
Nur der innere Teil des Flugplatzes ist eingezäumt. Neben der Startbahn grasen friedliche die Kühe und das Echo der parallel starteten F-5 Tiger oder F/A-18 Hornet mit links und rechts steil aufraugenden Felsen war ohrenbetäubend. Es gibt aber keine Lärmbeschwerden, da die Bevölkerung um´die Wirtschaftskraft des unterhalb der Axalp angesiedelten Flugplatzes weiss.

Außerdem werden in der Ausbildungswerkstatt jährlich Fachleute ausgebildet.
Am Eingang begrüßte uns ein Willkommenschild und der Chef der Führungscrew Herr Binggeli zeigte uns zuerst einen Film über den sog. Kriegsflugplatz mit Kavernen.
Diese sind nicht zugänglich. Sie wurden für die F/A-18 Hornet verbreitert und sind fast uneinsehbar in den Fels hineingearbeitet. Krananlagen erlauben es die Flugzeuge übereinander zu heben. Oben am Fels sieht man auch gut getarnt den Tower im Verteidigungsfall.
300 Offizieranwärter aus allen Waffengattungen der Schweizer Armee waren zufällig an diesem Tag in Meiringen, damit sie die Schweizer Fliegertruppe sehen und erleben können.
Somit waren alle relevanten Waffen wie Flarak Rapier, Stinger, Oerlikon 35 mm Geschütz, PC-7 , Super Pumpe , die dort stationierten F/A-18 Hornet und die zwischenzeitlich anzahlreduzierten F-5 Tiger zu sehen.

Atemberaubend und einmalig ist das Anflugverfahren - oft sehr erschwert durch Föhn - in dem engen Gebirgstal. Natopiloten hätten hier ihre Probleme..
Wir bedankten uns bei allen beteiligten Führungspersonen mit einer Spezialitätentüte aus Bayern und dem Wappen unseres Vereins.
Constantin Hürlimann konnte Herr Gerrits abschließend als Dank und Anerkennung des Freundeskreis Luftwaffe für seine Verdienste und unermüdlichen Einsatz und immer gute Organisation eine Uhr des Vereins mit allen guten Wünschen und Dank vom Präsidenten Generalmajor a.D. Botho Engelien überreichen.
Er war über die Ehrung sichtlich erfreut und alle Beteiligten bedankten sich persönlich bei ihm.
Am 9./10.September findet eine weitere Reise mit ihm zum Traditionsstandort Altenrhein am Bodensee statt. Höhepunkt wird die Besichtigung des fliegenden Museums, Flugzeugindustrie, sowie ein Hubschrauberrundflug für alle Beteiligten sein. Abschließend wird das nahe Festungsmuseum Heldberg besucht.
Heinz Gerrits