![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||
(Suche mit 'Enter' bestätigen) |
Vortrag am 03.03.05 in FürstyAm 3. März 2005 trug Oberst a. D. Rolf Korth bei der Sektion München vor zum Thema:
Die aus den späten 40er Jahren in Frankreich entwickelte Nord 2501 Noratlas basierte auf technischen Grundideen, wie sie in der Gotha Go 244, einem hauptsächlich an der Ostfront eingesetzten Transportflugzeug neuer Auslegung, schon 1942 verwirklicht worden waren. Besonderer Schwerpunkt: Ihr ebener, von hinten frei zugänglicher, durchgehender Laderaum, ein erheblicher Vorteil gegenüber den Spornradflugzeugen mit seitlicher Ladetür; wie sie bis dahin vorherrschten. Geprägt waren die frühen Jahre der Luftwaffe auch durch das Spannungsfeld zwischen den Alten, erfahrene Weltkrieg 2 Piloten, die in der Aufbauzeit den Lufttransport führten und formten, und den nachdrängenden Jungen, die mit ihren Ideen das später gültige Kriterium des flächendeckenden Lufttransportes schon damals gedanklich vorwegnahmen. Mit der 20 Tonnen Noratlas, nicht so sehr ein taktisches Transportflugzeug und beileibe kein Kampfzonentransporter war der Lufttransport zuerst wohl angemessen, dann aber sehr bald unzureichend ausgestattet. Schon bei ihrer Einführung in die Luftwaffe war die Nora kein modernes Flugzeug mehr. Geringe Geschwindigkeit, begrenzte Reichweite und Ladekapazität, keine Druckkabine, kein Radar, alles zusammen ein Hauch von Saint Exupery. Geliebt, so der Vortragende, hat die Nora wohl keiner, aber sie war halt unser Flugzeug! 1971 verließ die letzte von ursprünglich 186 Noras die Transportverbände. Zehn waren in den Einsatzjahren durch Flugunfälle verloren gegangen, acht davon mit Verlust von Menschenleben, z. T. der ganzen Besatzung. Oberst a. D. Korth ist jetzt Vorsitzender der Traditionsgemeinschaft Noratlas im LTG 61, die auf dem Fliegerhorst Landsberg eine Noratlas pflegt und als Ausstellungsstück erhält.
|
||||||||||||||||||||||