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Informationsveranstalltung Illesheim

Besuch beim 11.Aviation Regiment US Army
 
Am 27.Mai und 3.Juni 2004 haben über 40 Freundeskreismitglieder aus Deutschland und der Schweiz das Apache Longbow Regiment Illesheim bei Bad Windsheim/Bayern besucht.
Der Autor war mit einer kleineren Gruppe vor 2 Jahren erstmals dort zu Besuch.
Zwischenzeitlich wurden die AH-64 A Apache Kampfhubschrauber zu AH-64 D Apache Longbow umgerüstet.
Die Geschichte der "Storck Barracks" begann 1934 mit der Errichtung eines Luftwaffenstützpunkts. Zwéi Kampfgeschwader- zuletzt ME-262- waren dort während des Krieges stationiert bis zur Eroberung durch die Amerikaner 1945.
Zur Zeit beheimatet Storck Barracks das 11.Aviation Regiment der US Army. Das Regiment war vor Einführung der Apaches 1988 mit Cobra-Kampfubschrauber ausgerüstet.
Die Geschichte des 11.Heeresfliegerregiments kann bis zur 11.Luftlandedivsion während des 2.Weltkrieges im Pazifik-Kriegsschauplatz zurückverfolgt werden. 1965 wurde die 11.Heeresfliegergruppe der 1. luftbeweglichen Kavalleriedivsion unterstellt. 1973 wurde die Einheit von Vietnam nach Schwäbisch Hall verlegt und nach deren Schließung nach Illesheim.
Derzeit befinden sich in Deutschland nur noch Heeresfliegerverbände in Hanau, Giebelstadt, Ansbach und Illesheim sowie teilweise in Grafenwöhr.
Illesheim mit der 6.und 2. Staffel der 6 US Luftkavallerie hat das modernste Armeeflugfeld im Besitz der US Army. Es können bei jedem Wetter Instrumentenlandungen vorgenommen weren. Derzeit werden 50% der Flüge in der Nacht vorgenommen.
Das Regiment beteiligte sich an der Operation Wüstenschild und Wüstensturm im Irak. Es war im Rahmen der Kurdenhilfe 1991 in der Türkei. 1996 in Bosnien IFOR, 1998 SFOR und 1999 KFOR und derzeit im Irak, wo eine Staffel nach 1 Jahr Einsatz erst im April d.Jahres zurückgekehrt ist.
Dies alles erzählte Frau Galloway verantwortlich als S 5 Öffentlichkeitsarbeit unter Commander des Headquarters 11.Aviation Regiment V Corps COL George M.Bilafer den beiden Gruppen.
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Die mehrstündige Führung umfasste die ausführliche Besichtigung der beeindruckenden AH 64 D auf dem Flugfeld, die Feuerwehr mit deutscher Besatzung, die Operationszentrale mit der Wetterwarte sowie den hochmodernen mobilen Flugsimulator für Piloten und vorderen Copiloten und Waffenbediener. Ein Film rundete die Information ab.
Das reichhaltige gute Mittagessen in der Kantine für derzeit rund 700 Männer und Frauen zeigte uns auch einen Teil des Alltags der Einheit.
Bereitwillig erklärten uns mehrere Offiziere, darunter auch eine Copilotin, den Kampfhubschrauber. Er hat sich wiederum im Irak unter widrigsten Bedingungen bei Tag und Nacht, durch Staub- und Sandeinwirkung und Beschuß mit leichten Waffen dank seiner Cockpitpanzerung bewährt.
Dazu kommen Missile Jammer/Radar & Laser Detectoren, Radarstörgerät, Flares sowie gekühlter Gasaustritt der beiden Turbinen zum Schutz gegen Flügkörper mit IR-Suchkopf. Ein verspiegeltes drehbares optisches Ablenkungsgerät dient ebenfalls zum Eigenschutz.
Die drehbare schnell bewegliche Zielerfassung beinhaltet Flir: (Forward Looking Infrared Radar für Tag und Nacht).
DVO: Direct Views Optics mit farbiger Darstellung.
Visier: Infrarotnachtsystem mit 18/36 und 126 facher Vergrößerung .
Der Unterschied AH - 64 A  zu AH- 64 D Longbow besteht darin:
- allwettertauglich
- automatische Zieübertragung
- mehrere Ziele gleichzeitig bekämpfbar
- Boden- und Luftziele
- Displays der taktischen Situation gegenüber früher Karten
- digitale Übergabe der Ziele anstatt Sprechfunk
- GPS-System mit Hindernisvermeidung und Geländeabtastung mit Radar

Mit Hilfe spezieller Rechenprogramme ist das Longbow-System in der Lage, Ketten- und Radfahrzeuge, Artillerie,Flugzeuge und Hubschrauber zu unterscheiden.
Bis zu 256 Ziele werden dem Piloten und Bordschützen angezeigt. Um die Datenflut zu bewältigen, wurden die früheren konventionellen Instrumente des AH-64 A durch je zwei 15 x 15 cm große Mulitfunktionsdisplays ersetzt.Durch weitgehende Automatisierung ist es MC Donnel Douglas gelungen, die Zahl der Schalter von 1250 auf rund 200 zu reduzieren. Die wichtigsten Inputs gibt die Besatzung nun über Knöpfe an Steuerknüppel und Kollektivhebel.  Die Daten können an andere Hubschrauber oder Befehlszentralen weitergeleitet werden.
Um Ziele nicht nur bei jedem Wetter zu finden, sondern auch bekämpfen zu können, erhielt der AH-64 D eine neue Version der Hellfire-Lenkwaffe. Die Rockwell AGM-114 L wird statt des passiven Laser-Zielsuchkokpfs mit einem aktiven Millimeterwellen-Radar bestückt. Je nach Situation ist ein Verschuß sowohl mit vorgegebenem Zielkoordinaten als auch auf Verdacht möglich. Auch die beiden Turbinen wurden verstärkt, sodaß die Flugleistungen gegenüber der AH-.64 A nicht leiden.
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Die Maschine kann bis zu 16 Hellfire -Raketen sowohl lasergesteuert wie radargesteuert mit bis zu 8 km Entfernung gegen alle gepanzerten Ziele nach dem Prinzip "fire and forget" mitführen. Weiterhin 70 mm-Raketen ungesteuert gegen weiche Ziele. Zum Eigenschutz und Bekämpfung leicht gepanzerter Ziele befindet sich vorne eine mit Helmvisier steuerbare 30 mm Bordkanone Chain-Gun mit max. 1200 Schuß. Bis zu 650 Schuss/Minute auf max. 4 km Entfernung feuerbar.
 
Leider konnten bei der Besichtigung am 27.Mai keine Hubschrauber bei Starts - und Landung gesehen werden, da an diesem Tag nur in der Nacht geflogen wurde.
 
Am Ende der alles in allem sehr beeindruckenden Besichtigung dieses traditionsbewußten und kampferprobten Regiments übergab der Autor als Dank und Anerkennung das Wappen des Freundeskreis . Besondere Freude bei den beteiligten Amerikanern erzielte als Gastgeschenk der faltbare Edelstahl-Doppeldecker mit Laser eingebranntem Schriftzug "Freundeskreis-Luftwaffe".