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Die Phantom spricht VHF - Die Umrüstung hat begonnen

ImageNeuburg - Obwohl sich für das JG 74 "M" am Horizont schon der erste Eurofighter abzeichnet, wird die F4-F Phantom II der Luftwaffe bis 2012 erhalten bleiben. Aufgrund dieser weiteren Nutzungsdauer sind technische Modifikationen notwendig geworden, um den Auflagen des Luftverkehrs gerecht zu bleiben.

Betroffen sind luftwaffenweit 65 Flugzeuge, die mit den Umrüstungsmaßnahmen VHF (Very High Frequency), IFF (Identification Friend Foe) und VRS (Video Recording System) die notwendige technische Ausstattung erhalten, um noch über Jahre zuverlässig ihren Dienst zu tun.
Da die Luftfahrzeuge ohne diese Umrüstungsmaßnahmen ab dem 31.12.2004 nur noch bedingt eingesetzt werden können ist die Funkeinrüstung VHF besonders wichtig um eine uneingeschränkte Kommunikation zu gewährleisten.

Seit Anfang März wird nun in enger Zusammenarbeit mit der EADS Manching die umfangreiche Einrüstung der neuen Systeme durchgeführt. Dabei ist die Technische Gruppe des JG 74 "M"für das Ab- und Aufrüsten und die abschließenden Funktionstests verantwortlich. Die EADS führt hingegen nach erfolgtem Abrüsten die erforderliche Neuverkabelung der Luftfahrzeuge durch, was sich erst einmal recht einfach anhört. In der Praxis erweist es sich allerdings als sehr umfangreiche und langwierige Arbeit. So kann man in den Sektionen der Halle 192 eine Phantom sehen, in deren Cockpit sich außer Kabelenden überhaupt nichts mehr befindet. Der Rumpfrücken ist komplett geöffnet und an allen Ecken und Enden wird geschraubt. Kabel werden eingezogen und Testgeräte angeschlossen. So ist es auch kaum verwunderlich, dass vom Eindocken bis zum ersten Flug rund 12 Wochen vergehen. Inzwischen sind die ersten Luftfahrzeuge jedoch voll ausgestattet und wieder in den Flugbetrieb zurückgekehrt.

ImageBemerkenswert ist, dass sich die Techniker des JG 74 "M"und der EADS zu einem eingespieltem Team entwickelt haben, weswegen im Rahmen der Eurofighter-Einführung häufig vom "kooperativen Modell" zwischen Truppe und Industrie gesprochen wird. Dass neben der vielen Arbeit auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt, beweist die gemeinsam durchgeführte Leberkäs-Brotzeit anlässlich des ersten fertiggestellten Fliegers. Versprochen ist bereits die nächste gemeinsame Veranstaltung, wenn man 2004 das letzte Luftfahrzeug dem Flugbetrieb übergibt und die Kooperation im Rahmen Umrüstung VHF/IFF/VRS ihr Ende findet.


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