


Informationswoche Laage 2003
Wie in jedem Jahr, fand auch in diesem eine Informationswoche für den Freundeskreis Luftwaffe e.V. in der Zeit vom 6. bis 11. Juli 2003 in Laage statt.
Die Jugendlichen reisten am Sonntag mit dem PKW oder mit der Bahn aus ganz Deutschland und der Schweiz an. Herr Schmitz und Herr Drechsler begleiteten uns in dieser Woche als Vertreter des Freundeskreis Luftwaffe.

Am folgenden Tag begrüßten Oberstabsfeldwebel Klann und Oberstabsfeldwebel Hütten die Jugendlichen. Anschließend besuchten wir die Instandsetzungshalle und besichtigten die MiG-29. Die meisten Schüler waren fasziniert und gern wäre der eine oder andere mal selber geflogen - doch das ging ja leider nicht. Triebwerk und Schleudersitz konnten wir bestaunen; wir waren aber auch über die enorme Arbeitshöhe im Tower und die präzise Arbeit am Radar erstaunt. Oberleutnant Gast und Stabsfeldwebel Oeverdieck, zwei fliegende Rettungsengel, standen uns Rede und Antwort am SAR- Hubschrauber. Beeindruckt war ich von der Ausstattung des Hubis, die uns bereitwillig von StFw Oeverdieck präsentiert wurde. Die tragischen Ereignisse, die ein fliegender Retter erlebt, schockierten uns. Trotzdem danke für die Hinweise und die mahnenden Worte an uns, von Drogen generell und Alkohol am Steuer Abstand zu nehmen. Zu viele Jugendliche hat er schon verunglückt oder sterbend gesehen.
Dienstag: Wir standen sehr früh auf. Der Traum vom Fliegen führte uns zum Fliegerclub Rostock e.V. Nach dem Eintreffen, halfen wir an den Flugzeugen. Die ersten Maschinen wurden gestartet. Die Piloten nahmen einigen - auch mir - die Angst, in ein so kleines Motorflugzeug einzusteigen: "Es ist gar nicht so schlimm über den Boden der Tatsachen zu fliegen". Ich fragte meinen Piloten, wie lange er schon fliege. "35 Jahre" bekam ich als Antwort; ich war beruhigt. Ich merkte nicht einmal, dass ich mich schon in der Luft befand. Ich genoss die Zeit, da man nicht immer die Möglichkeit hat in einem Motorflugzeug zu sitzen und das bei so gutem Wetter. Deshalb konnten meine Freunde und ich schöne Aufnahmen von Rostock und seiner Umgebung machen.
Aber unser Tag war noch nicht vorbei! Nein. Am Abend hatten wir noch viel Zeit, uns die Stadt Rostock anzuschauen und um später gemeinsam in die Kinovorstellung "Bruce Allmächtig" zu gehen.
Unsere Stadtführerin Gabriele Malchow trafen wir am Mittwoch. Sie berichtete uns, teilweise sogar auf Plattdeutsch, die Geschichte der Hansestadt Rostock und namhaftes über den Schriftsteller Brinkmann, den Heinke-Flugzeugkonstrukteur, die Universität Rostock und die Marienkirche. Der Hunger "trieb" uns auf den Marinestützpunkt "Hohe Düne". Wir sind anschließend zur Hohen Düne weitergefahren und hatten einen tollen Blick nach Warnemünde. Man kann immer nur staunen, was heutzutage auf den Meeren fährt. Endlich bekamen wir die Flotte der Marine zu sehen und wir die Möglichkeit, den Matrosen Fragen stellen, auch persönliche, wie: Ob sie viel Zeit für Familie und Freunde haben? Ob sie sich mehr auf dem Meer oder auf dem Festland befinden? Sie sind gerade einmal 100 Tage zuhause. Die Schiffsgröße - Wahnsinn. Als ich oben auf dem Deck stand, stellte ich mit Jan fest, dass man einen fantastischen Blick auf den Marinehafen hat und wie groß dieser überhaupt ist. Eine weitere Attraktion war, dass die Marine einen Einsatz mit dem SAR- Hubschrauber im Wasser vorführte. Daniel und ich haben gespannt von der Brücke zugesehen, währenddessen die anderen höchstwahrscheinlich auf dem großen Schiff waren und sich von dort den Einsatz anschauten. Wir erhielten eine Vorstellung über die Laufbahnen bei der Bundeswehr und bei der Marine. In meinen Augen ist es eine wichtige Sache, dass man sich über den Beruf, den man später einmal ausüben möchte, auch informieren kann. Eine Vielzahl des Freundeskreis Luftwaffe interessiert sich für einen Arbeitsplatz bei der Bundeswehr. Der Tag verging wie im Flug. Im "Tiefflug" rasten wir dem Abend auf einer Gokartbahn entgegen, bis es nach den spannenden Rennen hieß: "Auf nach Kronskamp".
Mit dem Donnerstag brach schon der letzte Tag bei der Bundeswehr an. Major Kiel und OStFw Hütten hielten einen Vortrag über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr, welche Berufschancen es gibt und wo ein Soldat eingesetzt werden kann. Anschließend wurden wir am Simulator der MiG-29 von Herrn Fiebig begrüßt. Wir durften sogar einige Szenarien fliegen. Der "Flugstreß" machte uns so hungrig, dass der vorbereitete Grillabend von allen willkommen angenommen wurde. Wir fühlten uns in unserer Haut rundum wohl. Jedoch befand jeder Beteiligte, dass die Informationswoche viel zu schnell zuende gegangen ist. Die neuen Gesichter, die neuen Erfahrungen und was man alles zu sehen bekam waren etwas ganz besonderes. Als Abschiedsgeschenk übergab das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" uns Jugendlichen zur Erinnerung ein Foto vor dem F104 STARFIGHTER.
Am Freitag trafen sich die "Freunde" im Besprechungsraum zum Abschlussgespräch wieder. OberstLt Manfred Bermann, OStFw Alfons Hütten, OFähnr Erik Pflanz und OFw Thomas Bittins verabschiedeten sich von dem Freundeskreis Luftwaffe und wünschten ihnen viel Glück für ihre Zukunft und eine gute Heimreise.
Die An- und Abreise wurde von den Teilnehmern selber bezahlt. Der Freundeskreis Luftwaffe e.V. und das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" übernahmen die weiteren Kosten.
Ich möchte mich herzlich bei Herrn Schmitz und OStFw Hütten bedanken, die es mir ermöglicht haben bei dieser Informationswoche des Freundeskreis Luftwaffe e.V. teilzunehmen.
Ein besonderer Dank geht auch an OStFw Klann und OFw Bittins, die uns die ganze Woche lang betreut haben und wir mit ihnen viel Spaß haben durften.
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